Quelle: zoe-elektrisierend.de

Rückblick: Seit einem Jahr elektrisch mobil

Seit einem Jahr sind wir nun stolze Besitzer einer Renault ZOE. Wenn man schon im Schwarzwald wohnt, muss es natürlich auch die passende Torte zum Anlass geben. Nachdem ich schon darüber geschrieben habe, wie alles anfing und warum ich mich für ein Elektroauto entschieden habe, ist es nun Zeit für einen ersten Jahresrückblick. Dabei will ich die typischen Fragen durchgehen, die ich von Nicht-Elektroautofahrern immer wieder gehört habe.

Wie weit kommt man denn damit?

Im letzten Jahr sind wir damit 18.000km weit gekommen – rein elektrisch und zwar ausschließlich mit Ökostrom oder Strom von der eigenen Photovoltaikanlage. Was als Zweitwagen geplant war wurde als Erstwagen genutzt: mit dem Verbrenner haben wir keine 9.000km dieses Jahr zurück gelegt. Verglichen mit dem Auto, das durch die ZOE ersetzt wurde (Chevrolet Spark) haben wir in diesem Jahr 3,3t CO2 eingespart. Das ist ungefähr soviel wie in 2,5 Einfamilienhäuser reinpasst – komplett vom Keller bis zum Dach, nur CO2 und sonst nix. Wow.

Auf die einzelne Strecke gesehen lag die Reichweite je nach Witterung, Fahr- und Streckenprofil zwischen 115km und 165km bei vollgeladenem Akku. Meistens pendelte es zwischen 130-140km, wobei ein Großteil meiner Strecken Autobahn sind, die ich mit 120-130km/h fahre.

Aber Elektroauto fahren ist doch voll der Verzicht, oder?

Und auch nach 12 Monaten gilt noch ganz klar meine Liste der kleinen und großen Annehmlichkeiten des Elektroautofahrens. Um das Fazit vorweg zu nehmen: ich bin noch immer vollauf begeistert und werde mein Elektroauto höchstens mal wenn es in die Jahre gekommen ist gegen ein anderes Elektroauto tauschen – aber gewiss nicht gegen einen Verbrenner. Wer bei uns Komfort will, nimmt das Elektroauto.

Schön und gut, zum Laden fehlt aber doch noch die Infrastruktur?

B3200N Ladebox
B3200N Ladebox (Quelle: zoe-elektrisierend.de)

Geladen wird unsere ZOE zwar vorwiegend zu hause in der Garage – am Wochenende wenn die Sonne scheint auch gern mit Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage. Aber das ist entgegen dem Beginn vor einem Jahr nicht mehr die einzige Lademöglichkeit in der Nähe: in Städten ringsum (Horb am Neckar und Nagold) sind inzwischen öffentliche Ladesäulen errichtet worden, die wir auch immer mal wieder nutzen. Die Zahl der Ladesäulen ist im vergangenen Jahr auch in der weiteren Region von Stuttgart bis zum Bodensee um einige gewachsen. In ganz Deutschland gibt es inzwischen laut goingelectric.de 3934 Ladesäulen, vor einem Jahr waren es noch etwa 1900 – das ist gut für die Entwicklung der Elektromobilität. Es bestätigt mich auch in meiner Entscheidung für ein Elektroauto.

Wir haben auch schon Fahrten deutlich über die Reichweite von unserer ZOE hinaus unternommen, z.B. auf die schwäbische Alb. Auch für Geschäftsreisen zu Kunden nutze ich sie oft, auch wenn Hin- und Rückweg über der Reichweite liegen. Und das geht eben, weil die Ladeinfrastruktur immer besser wird. Bei einem der letzten Kunden gab es sogar eine Ladesäule auf dem Firmenparkplatz, die ich hätte kostenlos nutzen dürfen, wären die Ladekarten schon geliefert gewesen 🙂

Elektroautos sind aber nur was für reiche Leute, ein Normaverdiener kann sich sowas heute doch gar nicht leisten!?

Natürlich liegen Elektroautos im Anschaffungspreis als Neuwagen noch über Verbrennungsfahrzeugen. Es gibt aber inzwischen einen interessanten Gebrauchtwagenmarkt z. B. auch mit preiswerten Elektroautos aus Frankreich, wo die Besitzer eine Kaufprämie erhalten und den Wagen daher gebraucht auch günstiger weiter verkaufen. Ein Kollege von mir hat sich im September eine ZOE gekauft und durch die günstigen Angebote in Frankreich bei seinem lokalen Händler nochmal 3000€ Nachlass auf den Gebrauchtwagen herausgehandelt. Ein weiterer Kollege denkt gerade über ein Elektroauto als Zweitwagen (schon klar 😉 ) nach und auch ein Kunde hat mich neulich dazu intensiv ausgefragt, weil bei ihm ein neues privates Auto angeschafft werden muss. Dabei ist ein Elektroauto für ihn eine echte Alternative. Das sind alles Leute, die ich nicht als reich bezeichnen würde.

Daneben hat es sich auch bestätigt, was ich vorher vermutet hatte: im Unterhalt ist es finanziell attraktiv rein elektrisch zu fahren. Ökostrom von meinem Versorger kostet mich gute 4€/100km, an einigen Ladesäulen kann man noch kostenfrei laden oder zahlt nur die Parkgebühren (z.B. 1€ pro Stunde, in der Zeit sind bei der ZOE leicht 100km nachgeladen). Ich habe insgesamt dieses Jahr für die 18.000km Strom für 715€ eingekauft, macht 3,97€/100km. In verschiedenen Städten kann man kostenfrei parken (für Stuttgart habe ich gerade meinen Sonderparkausweis 2015 erhalten) und die Inspektion war auch sehr günstig – über 150€ gegenüber der Inspektion beim Kleinwagen Chevrolet Spark gespart. Im Folgenden eine Übersicht der jährlichen Kosten soweit sich der Vorgänger-Kleinstwagen und das aktuelle Elektroauto unterscheiden (Reifen zB betrachte ich als gleich, die nutzen sie da wie da ab und beide können 16″ Räder fahren). Die Werte für den Spark sind meine realen Werte aus 2,5 Jahren täglichem Gebrauch, die Werte für ZOE nach einem Jahr täglichem Gebrauch.

Kostenart Chevrolet Spark 1.2 LT Renault ZOE Z.E.
jährliche Inspektion in Vertragswerkstatt  255 €  95€
Steuer / Jahr 26 € 0 €
Versicherung / Jahr
(jeweils Haftpflicht, Voll- und Teilkasko)
 340 € 420 €
HU&AU / Jahr
(alle 2 Jahre)
94,50 € / 2 Jahre
–> 47 €
nur HU ohne AU
53,50 € / 2 Jahre
–> 27 €
Benzin / Strom für 18.000km 6,37 l/100km (real)
–> 1147 Liter
–> 1,509 € / l laut ADAC für 2014 im Schnitt
–> 1730 €
2860 kWh gem. Stromzähler á 0,25€/kWh
–> 715 €
Summe / Jahr 2424 € 1257 €
Akkumiete & Versicherung bei Renault 0 € 86 € / Monat
–> 1032 €
Summe / Jahr 2424 € 2289 €

Selbst wenn man also die Akku-Miete (beinhaltet eine Versischerung: Akku defekt oder weniger als 75% Kapazität = Akku wird getauscht) mit einrechnet, ist die ZOE noch immer 135 € / Jahr günstiger. Gleichzeitig ist sie aber auch größer und deutlich komfortabler als der Spark. Und die ZOE hat einfach viele Teile nicht, die später zu einer teuren Reparatur führen können oder werden: Zahnriemen, Kupplung, Auspuff, Lambdasonde, Luftmassenmesser, …

Kann ein Elektroauto überhaupt ein Familienauto sein?

Dazu gehört meist auch die Frage: wie ist der WAF (Woman Acceptance Factor)? Da lasse ich doch mal meine Familie zu Wort kommen und teile mit Euch einige Begebenheiten und Anektdoten aus diesem Jahr, die ich besonders schön fand:

  • Beim Spielen mit Autos mit meiner Tochter (2J) machte ich neulich „Brrrrm“. Sie ganz entrüstet: „Pssst, Papa! Auto leise fahren.“
  • Zitat meiner Frau: „Und ich soll dann künftig mit dem Verbrenner fahren oder was? Warum nimmst Du den nicht?“
  • Als wir neulich mal wieder mit dem Verbrenner unterwegs waren meinte mein Sohn (4J): „Papa, fahren wir einen Traktor?“
  • Nachdem ich die Tochter wochenlang nur mit dem Elektroauto in die Kita gebracht habe mussten wir einmal den Verbrenner nehmen. Ihr Kommentar nach 100m Wegstrecke: „Papa, da Auto laut! Will leise Auto fahren.“
  • Nochmal meine Frau: „Die ZOE ist so cool!“

Daraus und aus den oben genannten 18.000km/Jahr lässt sich auch herauslesen: die ZOE ist ein familientaugliches Auto für jeden Tag. Wir haben mit ihr Ausflüge ins Schwimmbad mit zwei kleinen Kindern gemacht (und da muss man einiges mitnehmen…).

Große Klappe und viel dahinter (Quelle: zoe-elektrisierend.de)
Große Klappe und viel dahinter (Quelle: zoe-elektrisierend.de)

Auch beim Einkaufen muss sie sich mit ihrem Kofferraumvolumen nicht verstecken. Viele, denen ich das Auto zeige, sind erstaunt über die Größe des Kofferraums, die man sonst bei Autos mit diesen Abmaßen kaum oder gar nicht findet. Gut, die Ladekante könnte tiefer sein, am besten auf einer Höhe mit dem Kofferraumboden – aber das ist halt dem Design geschuldet, welches sich wiederum auch an einer guten Aerodynamik orientiert.

Mir hat das Elektroauto auch neue Bekanntschaften eingebracht. Neben einigen ebenfalls elektroautobegeisterten Leuten auf Twitter auch eine neue Bekanntschaft aus der Region – Gruß an Kay-Pi.

Na, dann ist doch alles super, oder?

Nicht ganz: wo Licht ist, ist auch Schatten. Leider mussten wir in diesem Jahr auch immer wieder erfahren, dass Ladesäulen von Autos mit Verbrennungsmotor zugeparkt werden. Nach meiner Einschätzung ist es meist Unachtsamkeit („Ach, da steht eine Ladesäule für Elektroautos?“) und nur selten Frechheit („Gibt doch eh keinen, der da laden will, dann kann ich da auch parken“). Hier müssen überall wo sie noch fehlen, die entsprechenden deutlichen Schilder und soweit möglich auch Bodenmarkierungen angebracht werden.

Und leider glaubt mancher Betreiber von Ladesäulen, dass Elektroautos keine weiten Reisen machen oder noch besser: dass ich als Elektroautobesitzer auch meinen Haushaltsstrom von ihm beziehen will. Zum Glück ist – je nach Region – die Dichte an Ladesäulen inzwischen etwas höher und es gibt gute Verzeichnisse, wo man bequem die nächstgelegene Ladesäule finden kann. Und auch die Elektroautofahrer bilden zum größten Teil eine sehr hilfsbereite Gemeinschaft: viele bieten ihre privaten Lademöglichkeiten auch anderen E-Auto-Fahrern an, mal kostenfrei, mal gegen eine Spende für den Strom.

Dazu das entspannte Fahren und kein schlechtes Gewissen mehr, wenn man das Auto nimmt. In Summe muss ich sagen: ich find’s perfekt und werde sicher noch lange Elektoautofahrer bleiben – bis ich irgendwann einmal Elektroautomitfahrer in einem autonomen Auto werde 🙂

Was hat euch dieses Jahr so bewegt? Auch ein neues Elektroauto oder seid ihr noch in der Planungsphase? Schreibt eure Erfahrungen und Gedanken gern unten in die Kommentare rein.

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29 Gedanken zu „Rückblick: Seit einem Jahr elektrisch mobil“

  1. Auch ich kann das bestätigen:
    –> Frau begeistert
    –> Kinder wollen nichts anders mehr fahren
    –> Gebraucht aus Frankreich kann man sich den leisten
    –> Komfort ist mehr als ausreichend
    –> Reichweite ist bei mir nimmer max 130 km gewesen
    –> mit der Heizung bin ich noch nicht mit zufrieden
    Fazit der Familie: nie wieder einen Verbrenner

  2. Sehr schöner Artikel! Entspricht exakt meinen Erfahrungen, mal von den Stromkosten abgesehen, die ich nicht habe, weil der örtlicher Energieversorger den Strom kostenlos abgibt. 🙂

  3. Wir haben unsere Zoe jetzt zwei Monate und sind begeistert. Nach 5500km kann ich deine Erfahrungen bestätigen. Ich fahre tàglich gut 100km zur Arbeit (Hin- und Rückweg) und habe das Glück, enteder bei meinem Arbeitgeber oder unterwegs öffentlich und kostenlos laden zu können. Das ist extrem praktisch und kostengünstig. Meine private Ladeinfrastruktur nutze ich nur am Wochenende oder in Ausnahmefällen. Und auch bei uns gilt: alle wollen nur noch Zoe fahren.
    Viele Grüße und weiterhin gute Fahrt!

    1. Beim Arbeitgeber laden können ist auch super, ein Arbeitgeber mit Weitblick! Das muss definitiv noch mehr werden, damit sich noch mehr Leute für ein Elektroauto entscheiden. Vielen Dank und ebenfalls imer gute Fahrt!

  4. Danke für den Artikel. Mal sehen was ich davon bestätigen kann, wenn ich in der kommenden Woche meinen Zoe abholen kann. Obschon ich ein Wochende schon zum testen nehmen konnte. Ein Dank an der Renault Händler. Leider nehmen nicht alle Händler die E-Mobilität so ernst. Es gibt zum Glück freudige Ausnahmen.

  5. Bin seit Aug. 2013 auch über 18000 km mit meinem Nissan Leaf elektrisch gefahren und rundum zufrieden, solange es nur Stadtverkehr oder nähere Umgebung ist. Weitere Strecken (Düsseldorf-Paderborn-Düsseldorf) werden durch die häufige Chademo-Nachladerei (3x) schon ziemlich nervig und kosten zu viel Zeit. Die Akkus müssen größer werden (Beispiel Tesla) und noch viel mehr Triple-Lader (Beispiel NL) aufgestellt werden, dann ist es optimal. Außer Chademo kann der Leaf nur Schnarchladen (Typ 1) und das ist nur für über Nacht eine Option, aber nicht für Strecke. 100km fahren-5 Std. laden geht gar nicht.

    1. Daher bin ich für den Chameleon-Lader in der ZOE sehr dankbar, der macht stufenlos alles von 1-phasig 10A bis 3-phasig 63A (43kW) mit – da hat Renault wirklich was tolles entwickelt. Der Lader war eines der Hauptkriterien für die ZOE.
      Ich sehe das aber auch so, dass es mehr Triple-Charger geben muss und finde es eine Frechheit, dass mit SLAM mit unseren Steuergeldern nur CCS und AC 22kW unterstützt wird – da hätten Triple-Charger mit jeweils 43kW AC und 50kW DC sowohl CCS als auch Chademo hin gehört. Das hätte für sehr wenig mehr Geld einiges mehr gebracht.

  6. Danke für den tollen Bericht!
    Obwohl ich im ladetechnischen Nirvana lebe, möchte ich es trotzdem nicht missen. Btw.: Mit ein wenig Organisation wird jetzt (fast ausschließlich) Ökostrom getankt 😎

  7. Kann Deinen Bericht nur voll bestätigen, wir haben nach 6 Wochen unseren Verbrenner gestern mal wieder bewegt (Akku laden 😉 ). Laden der ZOE im Carport, gleiche Ladebox wie bei Dir, bei Frost aber 2-3 Stunden Ladezeit, Winterreichweite 110km, 18kWh/100km ab Netzanschluss. Kaufentscheidung für ZOE und gegen i3 wegen: Rekuperieren beim Bremsen (nicht beim Gas wegnehmen), Ladetechnik 2,3 – 43kW an jeder Typ2 oder CEE Steckdose, Zubehör zu normalen Preisen (Reifen, …).

    1. Ja bei niedrigen Temperaturen dauert das Laden auch mal länger, wenn der Akku kalt ist. Das hatte ich an öffentlichen Säulen auch schon. Renault hat das temperaturabhängig gedrosselt um den Akku zu schonen. Siehe dazu zB http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-laden/zoe-ladeverhalten-bei-kaelte-t7550.html oder http://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-laden/zoe-reduziert-ladeleistung-bei-tiefen-temperaturen-t2679.html?hilit=winter

  8. Hallo, ich finde den Artikel richtig toll.

    Die deutschen Händler geben aktuell wirklich gute Rabatte auf Tageszulassungen und Vorführer.

    Wir haben uns gestern in Chemnitz einen schwarzen ZEN gekauft.

    Gruß,

    Michael

    1. Hallo Michael,
      danke für das Lob und willkommen bei den Elektroautofahrern! Du kennst das Forum von http://goingelectric.de sicher schon? Mir hat es vor und nach dem Kauf super weiter geholfen. Schau auch mal, ob es vielleicht bei Euch in der Nähe einen Elektroauto-Stammtisch gibt. Da kann man sich auch gut austauschen.
      Allzeit gute Fahr und viele Grüße aus dem Schwarzwald,
      René

  9. Das mit der Kostenrechnung kann man je nach Infrastruktur in der Umgebung noch weiter treiben. Ich habe das erst letzten Freitag für den Ampera mal ausgerechnet:

    An diesem Freitag ging es über 7000kWh Stromverbrauch insgesamt, genau gesagt 7022kWh, seit dem 13.12.2012.
    Interessant wird es, wenn man sich die Kostenverteilung anhand der Strom- und Benzinkilometer ansieht.
    Dazu sei aber auch gesagt, daß ich 58.89% davon kostenfrei laden konnte.

    84.11% der Strecke werden mit Strom gefahren, 15.89% demnach mit Benzin. Schieben mußte ich nicht. 😆
    Aber nur 48.54% der Treibstoffkosten entfallen auf Strom (41345km), 51.46% auf Benzin (7810km).
    Umgerechnet auf die jeweiligen Kilometer mit ihrem Treibstoff kostet der Stromkilometer 1.6 Cent, der Benzinkilometer 8.99 Cent.

    Also kostet mich ein Benzinkilometer mehr als 5.5 Mal so viel wie ein Stromkilometer.

    Im Gesamten betrachtet kostet mich 1km Fahrstrecke 2.92 Cent.

  10. Kann nur absolut zustimmen was die guten Erfahrungen angeht! Bin dank der Subvention seitens Renault jetzt auch Zoe-Fahrer (wollte schon seit 2012) und kann es nicht erwarten, meine Benzinschleuder zu verkaufen (ich fahre selten mehr als 150km und so gut wie nie mehr als 250km pro Tag). Meine Frau ist zwar immer noch skeptisch, irgendwie gibt sie mir das Auto aber trotzdem nur am WE 🙂 ich selbst kann mit dem Fahrrad zur Arbeit, leider…

    Was die schlechten Erfahrungen angeht, empfinde ich die Infrastruktur in den (meisten) Großräumen ziemlich gut, aber dazwischen ist es bisweilen eine Zitterpartie. Bei besonders einsamen Ladeoasen rufe ich lieber vorher an. Hat mich schon einmal vor dem verdursten in der Wüste bewahrt, weil die Ladestationen nur zu Öffnungszeiten bereit standen (Rothenburg ob der Tauber).
    Besonders tadelnd möchte ich die bayrische SUW erwähnen. Nicht nur, dass man eine ganze „Infomappe“ bestellen muss, um an deren Säulen zu laden, nein, Nicht-Kunden (ohne Hausstromvertrag bei einem Verbundpartner) müssen 100€ (!!!) Kaution dafür hinterlegen. Das ist so irre, dass ich es gar nicht fassen kann. Auf eine E-Mail an den Verein erhielt ich nicht mal eine Reaktion.

  11. echt informativer und hilfreicher blog.
    habe heute nachmittag eine probefahrt mit einem ZOE + Twizy und hoffe, daß ich die skepsis meiner frau zerstreuen kann….

  12. In zwei Tagen kann ich einen ZOE probefahren. Renault gibt derzeit eine Prämie von 5 Tsd Euro. Bin mal gespannt auf die Probefahrt. Frage ans Plenum: Habe einen Starkstromanschluss zu Hause. Geht da auch was mit dem Laden? Vielleicht schneller?
    Gruß aus Wendelstein b. Nürnberg
    Horst

    1. Hallo Horst,
      ja super Sache, wünsche Dir viel Spaß bei der Probefahrt. Und Starkstromanschluss ist super. Habe ich auch in Garage, 3x32A die rote CEE-Dose. Damit hast Du eine ZOE in 1 Stunde von 10-90% geladen (der Rest geht dann nicht ganz so schnell, wie beim Einschenken in ein Glas macht am Ende ja auch etwas langsamer). Habe das schon häufig genutzt, das Auto in kurzer Zeit wieder aufgeladen zu haben. Details findest Du hier: https://www.zoe-elektrisierend.de/2014/02/18/kein-maedchenstrom-mehr-fuer-zoe/

      Viele Grüße,
      René

      1. Hallo René
        danke für den schnellen Hinweis.
        Ich gebe euch gerne Bescheid, wie mein erster Eindruck und meine weitere (Kauf-)Entscheidung sein wird. Morgen ist´s soweit – bin schon sehr gespannt darauf.
        Viele Grüße
        Horst

  13. Hallo,

    die Kinder waren damals ja schon etwas größer.
    Aber haben Sie trotzdem Erfahrungen mit Kinderwagen machen können?
    Denken Sie, dass sich hinten im Kofferraum ein zusammengeklappter Kinderwagen im Alltag verstauen lässt?

    Danke

      1. vielen Dank für die Info.
        Ich fahre gerade den 22kw Zoe Intens Probe und kann eigentlich keinen Mangel feststellen – außer dem Wirr-Warr bei den öffentlichen Ladesäulen.
        Mit Elektroprämie vom Staat plus Bonus von Renault spricht für mich primär nichts gegen den/die Zoe: Ich bin zum Glück Eigenheimbesitzer- und bewohner.

        Ich muss trotzdem noch mit Leaf und Yaris Hybrid vergleichen – auch wegen der Gesamtkosten nach 10 Jahren (geplante Nutzungsdauer).

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