Quelle: Hajo Schörle

…und NICHT alle Autos verbrennen Sprit

Heute gibt es in meinem Blog speziell für Dich ein neues Format. Diesmal keinen Artikel von mir, sondern ein Interview mit Hajö Schörle zur Elektromobilität und (s)einem schönen Büchlein dazu.

René: Hallo Hajo, wir kennen uns vom Elektrofahrertreffen in Nagold im Schwarzwald. Stell Dich bitte auch kurz den Lesern meines Blogs vor.
Hajo: Hallo René. Ursprünglich aus Nagold, bin ich 1995 nach Starzach gezogen wo wir mit unseren beiden Jungs im schönen Neckartal wohnen. Die Werbeagentur die ich 1984 gegründet habe, ist jedoch nach wie vor in Nagold. 1986 habe ich die Werbeagentur um den Verlag ergänzt. Mit dem Bezug der eigenen Halle auf dem Wolfsberg Anfang 2000 konnte ich dann endlich meine erste 10-kW-Solaranlage installieren.

René: Du fährst ja schon eine ganze Weile elektrisch. Warum bist Du auf ein Elektroauto umgestiegen und wie hat das bei Dir angefangen?
Hajo: Alternativen zum Verbrennungsmotor haben mich immer schon interessiert. Ganz konkret war ich seit 2001 auf der Suche nach einem E-Auto und fand im Internet erste Anläufe des SAM, ein 3-rädriges E-Auto aus der Schweiz. Die Produktion wurde jedoch 2003 wieder eingestellt und erst 2008 wieder aufgenommen. Mein ständiges Nachfragen über die Jahre wurde 2009 mit der Einladung zur Premiere des neuen SAM II belohnt. Zusammen mit meinem Sohn fuhr ich dazu in die Schweiz und bestellte einen der ersten SAM II, den ich dann fast 6 Jahre im Einsatz hatte.

René: Aktuell fährst Du auch eine Renault ZOE. Wofür nutzt Du sie und wie sind Deine Erfahrungen damit?
Hajo: Da ich mit Ladesäulen noch nicht viel Erfahrung hatte, war der Plan für die ZOE, sie für alle Kurzstrecken wie bisher mit dem SAM auch zu nutzen. Nach der ersten Fahrt an den Bodensee und der Ansteuerung der Ladesäulen hat sich mein Aktionsradius doch schnell erhöht. In der Praxis sieht es nun so aus, dass ich alle Strecken mit einer Zwischenladung gerne fahre. Bei nächtlichen Rückfahrten ist der Zwischenstopp eine willkommene Pause, oder Tagsüber für einen Kaffee und ein nettes Gespräch mit Passanten. Geschäftsreisen mit mehr als 250 km erledige ich mit dem Zug. Für den Verbrenner bleiben momentan nur noch die Urlaubsfahrten.

datei-30-09-16-22-04-06René: Vor kurzem kam Dein neues Buch heraus, in dem anhand einer kleinen Geschichte viel Information zu Elektroautos vermittelt werden. Wie bist Du auf die Idee zu dem Buch gekommen? Wen möchtest Du vor allem mit diesem Buch erreichen?
Hajo: Diese Idee kam mir im Sommer bei einem Sonntagskaffee im Garten. Seit einiger Zeit mache ich für die Nachwuchssorgen mancher Berufssparten kleine Kinderbücher, die den Beruf in einer kleinen Geschichte erklären. An besagtem Sonntag saß ich also im Garten mit dem Blick auf die ZOE in der Einfahrt und dachte mir, dass man mit so einer kleinen Geschichte auch das E-Auto erklären könnte. Mir ist dabei wieder eingefallen, wie interessiert die Kinder und Jugendlichen immer am SAM waren, wenn ich irgendwo geparkt hatte. Also habe ich mir vorgestellt, wie der Blick auf ein erstes Elektroauto in einer Familie aussehen könnte. Die Geschichte habe ich an dem Sonntag im Entwurf geschrieben. Die Feinarbeit im Text und die Erstellung der Bilder hat dann aber noch einige Wochen in Anspruch genommen. Wichtig ist mir in der Geschichte, dass eine Vorstellung entsteht, was E-Mobilität bedeuten und verändern kann. Daher sehe ich  es als wichtig an, dass die kommende Generation in den Prozess mit einbezogen wird, und sei es nur durch eine kleine Erzählung über ein neues Elektroauto.

René: Das Elektroauto im Büchlein sieht dem Modell, das wir beide fahren, sehr ähnlich. Was ist, wenn einem anderen Hersteller die Idee gut gefällt und das Buch vielleicht für Werbezwecke nutzen will?
Hajo: Das war in der Tat schwierig. Ein neutrales Elektroauto zu zeichnen funktioniert einfach nicht. Auch wenn ich die Marke nicht erwähne, so hast Du natürlich recht, dass jeder erkennt welches Fahrzeug als Foto-Model zur Verfügung stand. Stromanbieter für E-Autos, oder Gemeinden die die E-Mobilität fördern haben da sicher kein Problem damit, diese Büchlein für Werbezwecke einzusetzen. Aber als kleiner, sehr flexibler Verlag biete ich natürlich auch eine gestalterische Anpassung vom entsprechenden Autohaus bin hin zum Hersteller eines anderen E-Autos. Ich kann die Geschichte jederzeit auch mit einem Tesla zeichnen (dafür wäre es natürlich super, wenn Tesla mir einige Zeit ein Fahrzeug stellt, damit die Illustrationen auch authentisch werden 😉 ).  Nun ja, ich freue mich auf jeden Fall über jede Anfrage und Herausforderung.

René: Planst Du noch weitere Büchlein in diesem Format zu anderen Themen?
Hajo: Ja, auf jeden Fall, aber das ist manchmal ein Problem. Mit jeder Idee die ich umsetze kommen viele weitere Ideen, die ich dann noch realisieren will. Das wird dann oft zur Zerreißprobe, da ich nur begrenzt Dinge gleichzeitig machen kann. Aber ich freue mich dass ich die Möglichkeiten habe, solche Projekte so frei umsetzen zu können.

René: Für alle, die neugierig geworden sind: über welchen Weg ist das Büchlein erhältlich?
Hajo: im Verlagsshop im Internet auf www.schoerle.de, aber natürlich auch im stationären Buchhandel und Versandhandel. Über Rückmeldungen freue ich mich natürlich ganz besonders.

René: Vielen Dank für das interessante Interview, Hajo.

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3 Gedanken zu „…und NICHT alle Autos verbrennen Sprit“

  1. Ich könnte Herrn Schörle auch Material von mir zur Verfügung stellen.
    Diese kleinen Heftchen können helfen, die Freude an Elektromobilität zu erhöhen. Am besten ist es, wenn Menschen erkennen, dass sich nicht alles monetär rechnen muss.
    Für unsere Kinder und Kindeskinder rechnet sich Elektromobilität auf jeden Fall.
    Viele Grüße
    Jürgen

    1. Danke für den Kommentar. Und ja, ich denke wir müssen wieder mehr im Ganzeitlichen leben. Das heisst für mich nicht, dass wir auf alle Annehmlichkeiten verzichten, sondern dass wir bewusster entscheiden und auch längerfristige Auswirkungen in den Prozess mit einbeziehen. Und eine Antriebsform, die zu 100% regenerativ erzeugt werden kann, ist langfristig besser, als der Rohstoff Erdöl, der in Sachen Nachhaltigkeit nicht allzusehr punktet. Und die Entscheidung finde ich nicht schwer und stellt für mich nicht mal einen Luxusverlust dar.
      … und wenn jemand noch Firmen oder Einrichtungen kennt über die das Büchlein weiter verbreitet werden kann, wäre ich auch für die Infos immer dankbar.

  2. Ich könnte Herrn Schörle auch Material von mir zur Verfügung stellen.
    Diese kleinen Heftchen können helfen, die Freude an Elektromobilität zu erhöhen. Am besten ist es, wenn Menschen erkennen, dass sich nicht alles monetär rechnen muss.

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