Mit dem Elektroauto beim TÜV

Zu Zeiten als ich ausschließlich Verbrenner gefahren bin, habe ich mich immer gefragt: „Was macht der TÜV eigentlich bei Elektroautos?“. Jetzt weiß ich es.

Das erste was schon mal positiv auffällt, ist die geringere Gebühr. Klar, Abgasuntersuchung entfällt. Somit stehen auf der Rechnung in Baden-Württemberg nur noch 53,50 € statt 91,00 €. Und was bekommt man für sein Geld? Knappe 20 Minuten Unterhaltung in denen folgendes passiert…

Es werden die ganzen offensichtlichen Punkte abgecheckt: Beleuchtung, Hupe, Scheibenwischer inkl. Waschanlage, Bremsen vorne und hinten, Zustand der Reifen, Sichtkontrolle unter dem Fahrzeug auf der Hebebühne, Spiel der Räder und ein interessierter Blick in die geöffnete Motorhaube. Das war’s dann auch schon zum inhaltlichen Teil der Prüfung.

Darüber hinaus bestanden die 20 Minuten in einem sehr interessierten Dialog des Prüfers mit mir über Elektroautos, deren Praxistauglichkeit und Vorzügen. Als er meine ZOE in die TÜV-Halle fuhr ist er das erste mal elektrisch gefahren. Wie so viele meinte auch er danach „wow, richtig schön leise“. Wir sind dann die Top 10 der Standardfragen durchgegangen, deren Antworten sich jeder Elektroautofahrer als Schild um den Hals hängen könnte: Reichweite, sind die nicht unglaublich teuer, Laden wo und wie, …. Aber nicht falsch verstehen: das fand ich gut. Wenn mich Leute sowas fragen – selbst wenn ich solche Fragen schon x Leuten beantwortet habe – mache ich das doch wieder gern. Denn so kann ich ehrliche Antworten inklusive Erfahrung von knapp 50.000 km elektrischen Fahrens geben. Und das sieht meist anders aus als das, was man von Journalisten liest, die wahlweise noch nie selbst in einem Elektroauto saßen oder deren Erfahrung sich auf 30 Minuten Probefahrt beschränkt.

Der TÜV Termin war somit wirklich erfolgreich: zum einen hat meine kleine Französin erwartungsgemäß ihre Plakette bis 2018 bekommen, zum anderen haben wir wohl einen neuen Fan der Elektromobilität. Hoffentlich erzählt er es vielen seiner Kunden mit Verbrennern weiter.

Warst Du mit Deinem Elektroauto auch schon beim TÜV? Wie lief es bei Dir? Teile Deine Erfahrungen oder Fragen unten in den Kommentaren.

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8 Gedanken zu „Mit dem Elektroauto beim TÜV“

  1. Toll, dass man keinen Abgastest braucht. Mit meinem cityel war ich auch beim TÜV. Da war ich ein wenig unsicher, da er eben eher ein Leichtbauauto ist. Aber auch ich habe durchweg gute Erfahrungen gemacht

  2. Das 2008 noch was gaaaannnzzz ANDERES 😉
    Da war ein EV noch exotischer als ein Raumschiff …

    Selbst der Renault-Werkstatt-Chef wollte den Clio Electrique (damals) nicht anfassen …

    Mittlerweile fahr ich mit dem Clio zu einem DEKRA-Mann der auch EV-Fahrer ist (Golf 2 CityStromer) … da ist’s entspannter …

  3. Da können sich die Baden-Würtenberger ja glücklich schätzen.
    Mir hat der TÜV Nord für die HU heute 71, 90 € berechnet.
    Festgestellt hat er, dass die Zoe ohne erkennbare Mängel vorgefahren ist, lediglich die Koppelstange vorne links beginnendes Spiel aufweist.
    Ehrlicherweise muss ich aber auch erwähnen, dass im Mai bei der 90.000er Inspektion beide Querlenker vorne und die Bremsbeläge schon erneuert wurden (bei den Querlenkern haben sich Renault und das Autohaus aber überaus Kulant gezeigt).

  4. @Kai von Häfen

    Naja… 71,90 € gehen doch auch noch, oder? Die 20 € machen glaube ich nicht den Unterschied.

    Habe auch den günstigeren Preis bezahlt, aber hätte auch mit 71,90 € kein Problem gehabt.

  5. Mhhhh….
    Meine Erfahrung Renault ZOE Bj 2013 – kein TÜV!!!!!
    Nach 51.700 Kilometer und 3 Jahren – Traggelenke an der Vorderachse ……
    Der Prüfer legte mir nahe nicht mehre zu fahren – Lebensgefahr!!!!!!

    1. Traggelenk scheint ein wunder Punkt bei diesem Auto zu sein. Ich musste vorne links auch erneuern lassen vor dem TÜV – war in der Inspektion aufgefallen. Habe auch im Internet und auf Twitter von anderen vom gleichen Problem gehört: ZOE drei Jahre alt, Traggelenk kaputt…

  6. ja ich war heute beim TÜV, kam bei erster Vorführung nicht durch TÜV, Querlenker im Arsch, von Renault auf Garantie kostenlos erneuert, auf Anfrage wieso ein Querlenker nach 18.000KM !!! –ja echt nur 18.000km und kein Unfall–schon beim TÜv durchfällt, gabs ein bescheidenes ratloses „ist ungewöhnlich“ seitens Renault—-

    SCHWACH!!!

    Ich hoffe in zwei Jahren ist nicht wieder ein QUerlenker oder vielleicht andere Radaufhängungsteile die bei vernünftiger fahrweise bei anderen Autos mindestens 180.000km halten im Arsch!!

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